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VNL Erfurt 1/2012
Harte Bedachung - Sicherer Brandschutz mit Dachdeckungen aus RHEINZINK

Harte Bedachungen verhindern die Ausbreitung von Feuer und werden in den meisten Landesbauordnungen gefordert. DIN 4102 gibt Aufschluss darüber, welche Dachkonstruktionen die Kriterien für „gegen Flugfeuer und strahlende Wärme“ widerstandsfähige Bedachungen ohne Prüfung erfüllen. Neben den darin aufgeführten Dachaufbauten mit Titanzink können auch andere Konstruktionen mit  RHEINZINK -Titanzink eingesetzt werden, die aufgrund erfolgreich verlaufener Testreihen die Kriterien für die harte Bedachung erfüllen.

Wenn es in einem Haus brennt, besteht die Gefahr, dass das Feuer sich ausbreitet und auf die Nachbarbebauung übergreift. Zu den besonders gefährdeten Bereichen zählen Dächer, denn die durch die Hitze nach oben in die Luft gewirbelten, brennenden und glühenden Funken können durch den Wind vom Brandort weggetragen werden, auf den benachbarten Dachflächen landen und dort die Bedachung in Brand setzen. Aus diesem Grund heißt es in der MBO § 32: „Bedachungen müssen gegen eine Brandbeanspruchung von außen durch Flugfeuer und strahlende Wärme ausreichend lang widerstandsfähig sein (Harte Bedachung).“


Die DIN 4102

In DIN 4102 sind in Kapitel 4 (Punkt 8.7.2) Bedachungen aufgeführt, die ohne Prüfung die Anforderungen an die „Harte Bedachung“ erfüllen. Dazu zählen beispielsweise Bedachungen aus dem Werkstoff Titanzink in handwerklicher Falztechnik (Nachtrag A1) bei einer Materialstärke ≥ 0,7 Millimeter. Damit ist RHEINZINK ohne Prüfung für folgende Dachaufbauten nach DIN 4102-4/A1 als „Harte Bedachung“ zugelassen:

  • „Schalung aus Holz und Holzwerkstoffen mit Trennlage aus Bitumenbahn mit Glasvlies oder Glasgewebeeinlage nach DIN 52143, DIN 52130 oder DIN 52131 in Kombination mit einer strukturierten Trennlage mit einer Dicke ≤ 8 mm.“
  • Wärmedämmung aus Schaumglas der Baustoffklasse A, PUR-/PIR-Hartschaum mit strukturierter Trennlage


Andere Bedachungen müssen durch zertifizierte Prüfanstalten getestet werden. Die Ergebnisse dieser Prüfungen bilden die Grundlage für die Klassifizierungen nach DIN 4102-7, gelten jedoch selbst nicht als Prüfzeugnis.

Dieses wird von der Prüfanstalt oder dem Deutschen Institut für Bautechnik (DIBt) ausgestellt. Nur dieses Prüfzeugnis gilt als nationaler bauaufsichtlicher Verwendbarkeitsnachweis für die „Harte Bedachung“. Dieser Nachweis muss vom Hersteller des Daches vorgelegt werden – in der Regel dem ausführenden Handwerker. Ein Prüfbericht allein oder ein Klassifizierungsbericht reicht bauordnungsrechtlich in Deutschland nicht aus.

Im Zuge der europäischen Harmonisierung wird die DIN EN 13501 eines Tages die deutsche DIN 4102 ersetzen. Derzeit jedoch gelten beide Normen als gleichwertig und können alternativ eingesetzt werden. Um dennoch bereits heute die Kriterien der europäischen Norm zu erfüllen, orientieren sich die Testverfahren an den Anforderungen der DIN EN 13501. Im Rahmen dieses Verfahrens wird auf einem geneigten Probedach (Mindestmaße 80 x 180 cm) ein Drahtkorb angezündet, der mit 600 g Holzwolle gefüllt ist. Zu den zu untersuchenden Bewertungskriterien gehören u. A. die äußere und innere Feuerausbreitung, Herabfallen brennenden Materials von der beanspruchten Seite oder das Durchdringen brennender/ glimmender Partikel durch die Dachkonstruktion.

RHEINZINK-Tests erfolgreich

Um hier Sicherheit zu schaffen, hat RHEINZINK Testreihen durchführen lassen und erfolgreich abgeschlossen. Basierend auf diesen Tests liegen Prüfzeugnisse für die Direktverlegung auf Vollholzschalung bei unbeschränkten Dachneigungen und für die Verlegung mit der RHEINZINK-Trennlage VAPOZINC auf verschiedenen Schalungen aus Vollholz oder Holzwerkstoffplatten bis zu einer Dachneigung von 20° für folgende Ausführungen vor:

  • RHEINZINK-Stehfalzsystem in den Materialstärken 0,7 und 0,8 mm
  • RHEINZINK-Klick-Leistensystem in den Materialstärken 0,7 und 0,8 mm
  • RHEINZINK-Rautensystem in den Materialstärken von 0,7 bis 1,2 mm.


Durch die bestandenen Testreihen ist mehr Klarheit und Flexibilität für Verarbeiter, Architekten und Bauherren geschaffen worden. Die Prüfzeugnisse mit RHEINZINK decken zusätzlich zu den Konstruktionen, die schon in der Norm 4102 genannt sind, einen großen Anteil der empfohlenen Dachaufbauten ab.

RHEINZINK-Strukturmatten

Für den sicheren Dachaufbau hat RHEINZINK zwei Strukturmatten im Sortiment.

AIR-Z®

AIR-Z wird auf großflächigen Trennlagen (z.B. aus Bitumen) mit Unterkonstruktionen aus Holzschalung oder Holzwerkstoffen (z.B. OSB-Platten) verlegt. Der Haupteinsatzbereich sind flachgeneigte Metalldächer zwischen 3 und 15° Neigung, oder aber nicht belüftete Dachdeckungen und
Dachkonstruktionen mit einer Unterkonstruktion aus vollflächigen Holzwerkstoffplatten.
AIR-Z gleicht Toleranzen der Unterkonstruktion (bis ca. 2 mm) und Nagelabdrücke aus und verbessert die Gleitfähigkeit langer Schare.

  • Für flachgeneigte Stehfalzdächer
  • Zur Verlegung auf dichten Trennlagen
  • Feuchtigkeitsausgleichend
  • Zur Verbesserung des Schalldämmwertes
  • Erfüllt in Kombination mit einer Bitumendachbahn die Kriterien an „Harte Bedachungen“ nach DIN 4102
  • 5 Jahre Systemgarantie


VAPOZINC®          

VAPOZINC ist ein Strukturgeflecht mit unterseitiger diffussionsoffener Unterspannbahn. Es führt etwaige Feuchtigkeit zwischen Unterkonstruktion und Dachdeckung sicher ab und kann sowohl auf Holzschalungen als auch auf großflächigen, nicht feuchtigkeitskompensierenden Untergründen wie Holzwerkstoffen oder trittfesten Dämmungen verlegt werden. Die dampfdurchlässige Unterspannbahn minimiert das Eindringen von Feuchtigkeit während der Bauphase und ermöglicht durch ihre Struktur gleichzeitig die Austrocknung im Dach. Staunässe im Dachaufbau wird mit VAPOZINC zuverlässig unterbunden.  

  • Diffussionsoffen
  • Feuchtigkeitsausgleichend
  • Schutz vor eingebauter Feuchtigkeit
  • Erfüllt bei Dachneigung unter 20° die Kriterien an „Harte Bedachungen“ nach DIN 4102
  • 5 Jahre Systemgarantie


Finden Sie ausführliche Informationen zu unseren Strukturmatten, Konstruktionsempfehlungen und Dachsystemen auch auf unserer Homepage.


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Sie erreichen Ihre RHEINZINK-Vertriebsniederlassung in Erfurt  unter +49 36203 7697-0 oder schreiben Sie uns eine E-Mail an Erfurt@rheinzink.de.


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